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Wohnen an der Spree

Die Fortführung des urbanen Wohnungsbaus am Rande des Hansaviertels in Berlin liegt diesem Realisierungswettbewerb zu Grunde. So entsteht ein neues Quartier mit angemessener Dichte und qualitätsvollen neuen Grünräumen an der Spree.

 

Städtebau und äußere Erschließung

Die straßenbegleitende Bebauung definiert den Stadtraum neu und reagiert auf die Folgen des autogerechten Umbaus der 1950er Jahre, der auf dem Grundstück heute zu hoher Lärmbelastung führt. Durch die Rückbesinnung auf die Qualitäten der Blockrandbebauung wird das Grundstück straßenbegleitend gefasst, während das Spreeufer als Promenade und ein großzügiger Hof mit Wasserbezug ausgebildet werden. So vermittelt der Entwurf zwischen dem blockhaften Moabit und der offenen Stadtlandschaft des Hansaviertels.

An der Schnittstelle der Stadträume ermöglicht die parzellierte Bebauung ein höheres Haus, das gemeinsam mit der Menzel-Oberschule eine markante Torsituation bildet. Die Baukörper schirmen die störenden Einflüsse der Umgebung ab und geben zugleich fast allen Wohnungen einen Bezug zur Spree. Das robuste städtebauliche Konzept ist flexibel realisierbar und erlaubt Verschiebungen von Grundstücksgrenzen.

Ein gemeinschaftlicher Sockel zur Straße, ein Hofgarten über der Garage sowie kleine Gewerbeeinheiten an Altonaer Straße und Bachstraße stärken die Nutzungsvielfalt. Die Häuser verfügen über eigene Grundstücke und einen gemeinsamen Hof.

Organisation und innere Erschließung

Flexibilität und Nachhaltigkeit gewinnen im einfachen und gehobenen Geschoßwohnungsbau immer mehr an Bedeutung. Gerade in Metropolen, wo vielfältige Lebensentwürfe und hohe Fluktuationen der Mietparteien bestehen, sind flexible Lösungen gefragt. Diese müssen den Bedürfnissen von Familienstrukturen ebenso nachkommen wie auch alternative Wohnansprüche abdecken. Deshalb schlagen wir für die Organisation der Wohnungen flexible Konzepte vor.

Konstruktion & Ökologie

Innerhalb der städtebaulich-architektonischen Leitidee empfehlen wir maßstäbliche und kompakte Gebäude mit einem sehr geringen Energiebedarf und Anschluss an eine gemeinsame Tiefgarage vor.
 Der Energiestandard entspricht dem Niedrigenergie-Baustandard.
 Die Geschossdecken werden partiell thermisch aktiviert und dienen neben der Strahlungsheizung auch der Kühlung. Eine Lüftungsanlage sorgt für eine sehr gute Luftqualität.

Mit der Auswahl des Konstruktionsprinzips und der Baumaterialien fängt nachhaltiges Bauen an. Die Tragstruktur ist eine wirtschaftliche Stahlbetonskelettkonstruktion aus Fertigteilen, die durch die Treppenhauswände ausgesteift werden. Sie ist von der Hülle getrennt. Die Grundrisse sind innerhalb der Tragstruktur flexibel arrangiert.

Steckbrief

  • Projekt: Fortführung des urbanen Wohnungsbaus
  • Ort: Berlin-Tiergarten
  • Verfahren: Wettbewerb zum Städtebau und Neubau von Wohngebäuden
  • Auftraggeberin: Hilfswerk-Siedlung GmbH
  • BGF: 12.360 m²
  • Planung: CKRS Architekten, A24 Landschaftsarchiteken
  • Bauweise: Stahlbetonskelettkonstruktion